Kierspe
Mo 21 Jan 2008
Welchen Stellenwert hat das Ehrenamt (Feuerwehr) bei den Politikern?
Geschrieben von ras002 unter Kierspe
Welchen Stellenwert hat das Ehrenamt (Feuerwehr) bei den Politikern?
Wo waren die Vertreter der Politik am 19.01.2008 im IdF in Telgte zur Abschlussveranstaltung der Rauchmelder-Aktion? Wenn ein Minister nicht zur seiner Feuerwehr kommt, dann könnte er doch einen Vertreter zu dieser Veranstaltung senden, oder…?
Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen, dass die Politiker uns mit Sonntagsreden vertrösten und Montag im Büro nicht mehr wissen was Sie sonntags gesagt haben?
Wir brauchen keine Politiker, die bei Festumzügen von einem Miststreuer herunterwinken. Wir brauchen auch keine Politiker, die nur vor Wahlen wissen was ein Ehrenamt ist.
Nein, wir brauchen Politiker, welche verstehen, was wir leisten und nicht solche, die mit Abwesenheit glänzen.
Vielleicht sollten wir einfach einmal zu den Politikern gehen, wenn diese es nicht für nötig haben zu uns zukommen.
Wir müssen uns doch einmal die Frage stellen, für wen machen wir eigentlich diese Arbeit? Wenn es unsere Politker nicht verstehen, wie sollen das unsere Kunden, die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land verstehen?
Herr Minister, stellen Sie sich einmal vor es brennt und keiner geht mehr hin, welche folgen das für das Land NRW hat.
Überlegen Sie sich bitte, ob Sie weiter so mit dem Ehrenamt der Feuerwehr umgehen wollen.
Wir, die Feuerwehren, die am Samstag bei der Veranstaltung von der Provinzial Versicherung anwesend waren, haben einen Arbeitskreis Rauchmelder gegründet.
Wir, die Anwesenden, können der Provinzial Versicherung nur danke sagen für diese super Veranstaltung und wir hoffen, dass wir noch lange mit der Provinzial Versicherung zusammenarbeiten können.
Das ist die persönliche Meinung des im Blog aufgeführten Namen.
3. Februar 2008 um 12:33
Wenn der Stellenwert Ehrenamt Feuerwehr nur halb so hoch geschätzt würde, wie uns in den Reden glaubhaft gemacht werden soll, wäre ich schon zufrieden. Wir sind vielleicht auch etwas selbst Schuld, weil es auch ohne die nötige Anerkennung rund läuft. Öffentlichkeitsarbeit tut Not, auch wenn dies mit noch mehr Arbeit unsererseits verbunden ist und man den einen und andern auf die Füße treten muß.
12. Juni 2008 um 16:17
Die erfolgreiche Aktion “Rauchzeichen setzen” hat offensichtlich den Effekt, daß sich Politiker finden, die fahneschwenkend vor den Revolutionären herlaufen und behaupten, sie hätten schon immer für vorbeugenden Brandschutz plädiert. Ganz besonders aber hätten sie schon immer den Wert des Ehrenamtes hervorgehoben und sich für jede Maßnahme finanziell und kräftemäßig engagiert, die weitere Bürger motiviert, ein Ehrenamt anzunehmen!
Liest sich das realistisch? Das ist der Stoff, aus dem unsere Politikermärchen gestrickt sind. Ich halte es für sinnvoller, sich auföffentliche Verwaltungen und auf Versicherungen zu stützen, die unmittelbar finanziell betroffen sind.
Ein Mandatsträger hat keinerlei Bezug zu der Arbeit eines Löschzuges, außer seine eigene Hütte brennt oder er ist in seinem schwarzen Pkw eingeklemmt.
Wenn ein Mensch dazu kommt, die Arbeit seiner örtlichen Feuerwehr in irgendeiner Weise aus voller überzeugung zu unterstützen, dann steht sie oder er auch dahinter und braucht von niemandem geschoben zu werden.
Das hilft dann auch denen, deren Bild von der Feuerwehr nur aus Gerätehaus, Sirene und Martinshorn besteht.
Hans Kolpak
publicFire.de